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Deutschland und seine teuren Girokonten

Oktober 20, 2009

Die Girokonten sind in Deutschland teuer, wenn man sie im europäischen Vergleich betrachtet. Laut einer EU-Studie landet das Land der Dichter und Denker auf Platz 19 von 27. Nur in acht Ländern der EU muss man für ein Girokonto mehr hinblättern als hierzulande. Selbst im Nachbarland Holland zahlt man nur halb so viel.

In Italien zahlt man dafür noch viel mehr, verdächtig viel sogar. Mit 253 Euro im Monat ist Italien absoluter Spitzenreiter am oberen Spektrum der Skala. Gefolgt von Spanien mit 178 Euro und Frankreich mit 154 Euro. Am anderen Ende des Skala sieht es viel entspannter aus. In Bulgarien etwa, muss man nur 27 Euro pro Jahr einrechnen. In den Niederlanden sind es 46 Euro und in Belgien immer noch moderate 58 Euro pro Jahr.

Die EU-Kritik richtet sich vornehmlich gegen die mangelnde Transparenz und Verständlichkeit der Angebote. Wo Kunden die verschiedenen Angebote nicht vernünftig vergleichen können, dort wechseln sie auch nicht. Wenn sie nicht wechseln, dann spüren die Anbieter auch keinen Wettbewerbsdruck und damit bleiben die Preise hoch. Nich umsongt sagt die EU, dass die Preise desto höher seien, je unübersichtlicher das Bankensystem ist. Durch einen einfachen Wechsel, könnten dabei laut EU neun von zehn Bürgern bares Geld sparen.

Nils Nauhauser, seines Zeichens Finanzchef bei der Verbraucherzentrale in Baden-Württemberg, sagt, dass informiterte Verbraucher auch in Deutschland keine hohen Gebühren zahlen müssen. Empfehlenswert seien besonders Direktbanken wie DKB, SKG-Bank, Comdirekt, Wüstenrot und ING-Diba. Ja nach Verhalten des Kunden, kann man hier sogar mit einem Plus am Jahresende rechnen. Wer lieber eine Bank mit Filiale will, der sollte sich an die Norisbank oder die Hypovereinsbank halten, diese haben Angebote, die teils unter dem bulgarischen Schnitt liegen.

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